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Eine Burg wird gebaut


Eine Burg wird gebaut
Ein Lehen für Ritter Konrad
"Ich König Heinrich, übergebe Dir, Ritter Konrad, Land und Volk am Oberberg als Lehen. Ich beauftrage Dich, das Land zu meinem und Deinem Nutzen zu verwalten. Du sorgst für die Sicherheit des Volkes. Du überwachst die Arbeit der Unfreien. Du ziehst Steuern und Zölle ein. Du stehst mir mit Deinen Untertanen bei, wenn ich in den Krieg ziehe. Dafür darfst Du ebenfalls einen Teil der Einkünfte für Dich behalten. Unterzeichnet und gesiegelt: König Heinrich, im Jahr des Herrn 1053."


Ritter Konrad hält die Urkunde in den Händen, auf die er sich so lang schon gefreut hat. Endlich hat er sein Ziel erreicht. Der König hat ihm ein Lehen gegeben. Land und Leute soll er für den König verwalten, die Steuern einziehen, dem König im Krieg als Ritter mit seinen Untergebenen zu Hilfe eilen. Für die Sicherheit soll er sorgen. Dazu muss er eine Burg bauen. Es soll ein stattlicher Turm auf einem Hügel am Oberberg entstehen.
Von weit her schon sieht man Reisende daherziehen. Von ihnen muss er Zölle einziehen. Die Untergebenen müssen im Herbst die Steuern, den Zehnten, auf der Burg abliefern. Einen Teil der Einkünfte darf Ritter Konrad behalten. Das ist das Entgelt für seine Arbeit als Verwalter. In den nächsten Tagen reitet Ritter Konrad zu einer Feiertage am Oberberg. Sie ist ein guter Standort für eine Burg. Von hier aus hat man eine gute Übersicht über das ganze Land, das ihm der König geliehen hat.
Der König übergibt einem Ritter ein Lehen. Der Ritter verwaltet das Land im Auftrag des Königs und darf dafür einen Teil der Einkünfte behalten.


Daneben wird er aber als Bauer weiterhin seine eigenen Äcker bestellen und sein Vieh auf die Weide führen. "Hoffentlich wird es nie Fehden und Krieg geben. Sonst muss ich mit meinem König in den Krieg ziehen. Die Arbeit bleibt liegen. Die Felder veröden. Die Ernte verdirbt", denkt Ritter Konrad.