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Burgenarten


Burgen, ihre Lage und Aufgabe
Burgen wurden als Schutzhäuser errichtet Sie sollten gegen Feinde schützen. Von ihrem Standort aus musste man eine gute Übersicht über das Land haben. In ihnen wurde der Zehnten (die Steuern der Untertanen) aufbewahrt. Diese Steuern wurden meist in Form von Ernteerträgen bezahlt (Korn, Käse, Eier, Tiere). Seltener gab es Geldbeträge als Steuereinkünfte. Manchmal mussten von den Burgherren auch Wegzölle, Brückenzölle oder Schutzzölle eingezogen werden. Burgen lagen darum oft an wichtigen Handelswegen oder bei Brücken.

Beim Bau der Burg achtete man Immer darauf, dass die Burg möglichst leicht zu schützen war:
Wasser, tiefe Gräben und steile Abhänge gaben einen natürlichen Schutz. So musste man weniger Befestigungsmauern bauen. Die Burgen dienten nicht nur als Schutz des Ritters. Auch die Untertanen, Freie und Unfreie, konnten bei Kriegen in den festen Mauern Schutz suchen. Oft entstanden darum in der Nähe von Burgen Dörfer oder gar Städte.

Man unterscheidet vier Burgarten.

Die Höhenburg steht auf einer Felsnase oder an einem steifen Abhang auf einer kleinen Terrasse.

Felsenburgen, auch Höhlenburgen genannt, nutzten natürliche Höhlen oder überhängende Felswände. So musste man nur die vordere Hälfte der Burg bauen.

Zungenburgen standen auf einem länglichen Hügelrücken.
Wasserburgen wurden in Weihern, an Seeufern erbaut.