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Rangordnung


Die Rangordnung zur Ritterzeit

Über alle herrscht der König. Er ist Lehensherr und oberster Richter über Leben und Tod. Er ist Heerführer und Beschützer seiner Völker. Zum hohen Adel gehören Herzöge, Grafen, Kardinäle, Bischöfe und Äbte von Klöstern. Auch sie besitzen Ländereien, die sie als Lehen weitergeben. Der niedere Adel setzt sich aus dem Dienstadel, den oft unfreien Verwaltern des hohen Adels zusammen. Daneben gibt es aber auch freie Angehörige des niederen Adels. Zu diesem gehören Meier (Verwalter), Vögte und Ritter. Auch Mönche und Priester zählt man zum niederen Adel. Freie gab es anfänglich nicht viele. Als aber die Städte langsam zu Reichtum gelangten, konnten sich viele freikaufen. So gab es vor allem reiche Kaufleute, Händler und Handwerker, die sich freikaufen konnten. Auch Bauern hatten dazu Gelegenheit wenn sie gut wirtschafteten. Manchmal schenkte der Herr einem Unfreien auch die Freiheit für Dienste, die dieser geleistet hatte. Unfreie (Leibeigene oder Hörige) bildeten die niederste Klasse der Rangordnung. Zu ihnen gehörten Bauern und Handwerker. Sie mussten für ihren Herrn Dienste leisten, ohne dass sie dafür entschädigt wurden. Meist erhielten sie nur Kost Kleidung und Nachtlager dafür. Der Bauernhof eines Unfreien gehörte dem Herrn. Der Unfreie durfte als Entgelt für die Bewirtschaftung einen Teil der Erträge behalten. Den Rest musste er abgeben. Aber -ob frei oder unfrei - jeder musste seinem Herrn steuern. Diese Steuer, Zehnten genannt wurde einmaljährlich erhoben.